Wer Waschmaschinen, Kühlschränke, Fernseher, Leuchtmittel oder Smartphones online verkauft, muss das EU-Energielabel dort zeigen, wo der Kunde den Preis sieht. Die Verordnung (EU) 2017/1369 sagt das ausdrücklich, und die produktbezogenen Verordnungen legen fest, wie der kleine farbige Pfeil neben dem Preis aussehen muss, bis hin zur Schriftart. In Deutschland hat sich zum 1. November 2026 außerdem die Bußgeldgrundlage geändert. Ich gehe hier durch, was ein Shop in Deutschland und Österreich konkret zeigen muss, wer das prüft und wie ich es in WooCommerce und Shopify umsetze.
Welche Produkte brauchen im Onlineshop ein Energielabel?
Die Kommission führt in ihrer Produktliste diese Gruppen mit Energielabel: Haushaltsbacköfen, Dunstabzugshauben, Geschirrspüler, Waschmaschinen, Waschtrockner, Wäschetrockner, Kühl- und Gefriergeräte, gewerbliche Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion, gewerbliche Kühllagerschränke, Klimageräte und Komfortventilatoren, Einzelraumheizgeräte, Lüftungsgeräte, Festbrennstoffkessel, Raumheizgeräte, Warmwasserbereiter, elektronische Displays, Smartphones und Tablets sowie Lichtquellen. Reifen stehen dort mit eigenem Label und eigener Verordnung. Kochfelder, Staubsauger und Computer fallen nur unter Ökodesign und tragen kein Energielabel.
Für die Praxis im Shop ist wichtiger, welche Skala gerade gilt. Seit dem 1. März 2021 tragen elektronische Displays, Waschmaschinen und Waschtrockner, Kühlgeräte, Geschirrspüler und Kühlgeräte mit Direktverkaufsfunktion das neue Label mit den Klassen A bis G. Lichtquellen folgten am 1. September 2021, Wäschetrockner nach der Verordnung (EU) 2023/2534 am 1. Juli 2025. Smartphones und Tablets haben seit dem 20. Juni 2025 erstmals überhaupt ein Label (Verordnung (EU) 2023/1669). Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter laufen nach den Produktseiten der Kommission weiter unter den Verordnungen 811/2013 und 812/2013. Ob die neuen A-bis-G-Labels dafür bis zur Frist am 2. August 2026 beschlossen wurden, habe ich nicht bestätigen können. Prüfen Sie das vor einer Umstellung beim Lieferanten.
Wenn eine Produktgruppe auf die neue Skala umgestellt wird, muss der Händler die alten Labels im Geschäft und online innerhalb von 14 Arbeitstagen nach dem Stichtag ersetzen und darf die neuen nicht vorher zeigen (Art. 11 Abs. 13 lit. c der Verordnung (EU) 2017/1369). Ein Shop, der bei einem Kühlschrank noch A+++ zeigt, verstößt also gegen die Regel.
Was muss im Onlineshop neben dem Preis stehen?
Die Grundpflicht steht in Art. 5 Abs. 1 der Verordnung (EU) 2017/1369. Der Händler muss das Label des Lieferanten gut sichtbar zeigen, ausdrücklich auch im Online-Fernabsatz (lit. a), und dem Kunden das Produktdatenblatt zur Verfügung stellen (lit. b). Hat er kein Label, fordert er es beim Lieferanten an. Der liefert es nach Art. 3 Abs. 2 kostenlos und innerhalb von fünf Arbeitstagen.
Wie das im Internet aussieht, regelt jeweils Anhang VIII der produktbezogenen Verordnungen. Ich zitiere aus Anhang VIII der Verordnung (EU) 2019/2014 für Waschmaschinen und Waschtrockner, der Wortlaut ist in den anderen neuen Verordnungen fast gleich.
Das Label ist “auf dem Anzeigemechanismus in der Nähe des Produktpreises darzustellen”, gut sichtbar und leserlich und in den Proportionen des Labels aus dem Anhang. Die Verweisnummer auf diesen Anhang wurde durch die Delegierte Verordnung (EU) 2021/340 korrigiert. Am Inhalt der Regel ändert das nichts.
Sie dürfen das Label hinter einem Bild verstecken, wenn dieses Bild feste Vorgaben erfüllt (Nummer 2):
- ein Pfeil in der Farbe der Energieeffizienzklasse des Produkts auf dem Label; beim Waschtrockner zählt die Klasse des vollständigen Betriebszyklus,
- auf dem Pfeil die Klasse “in zu 100 % weißer Farbe in Calibri (Fettdruck) und in einer Schriftgröße, die der des Preises entspricht”,
- daneben das “Spektrum der verfügbaren Energieeffizienzklassen in zu 100 % schwarzer Farbe”,
- der Buchstabe mittig im rechteckigen Teil des Pfeils, mit einer sichtbaren, zu 100 % schwarzen Umrandung.
Nummer 3 legt die Reihenfolge fest. Das Bild steht in der Nähe des Preises und ist mit dem Label verlinkt. Das Label erscheint nach Mausklick, Maus-Rollover oder Berühren beziehungsweise Aufziehen auf dem Touchscreen, und zwar “in einem Pop-up-Fenster, auf einer neuen Registerkarte, auf einer neuen Seite oder als Einblendung”. Es muss sich über eine Schließen-Option oder einen anderen Standard-Schließmechanismus schließen lassen. Kann die Grafik nicht geladen werden, muss der alternative Text die Energieeffizienzklasse in der Schriftgröße des Preises angeben. Im HTML heißt das: Das alt-Attribut enthält die Klasse, zum Beispiel “Energieeffizienzklasse C”, und nicht “Energielabel”.
Auch das elektronische Produktdatenblatt gehört in die Nähe des Preises (Nummer 4). Es darf geschachtelt angezeigt werden oder über einen Link zur Produktdatenbank. In diesem Fall muss der Link “klar und leserlich die Angabe ‘Produktdatenblatt’” enthalten. “Datenblatt” oder “Technische Infos” reicht nach diesem Wortlaut nicht.
Was ist bei den neueren Labels anders?
| Verordnung | Produkte | Pfeilformat | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| 2019/2013, 2019/2014, 2019/2015, 2019/2016, 2019/2017, 2019/2018 | Displays, Waschmaschinen, Waschtrockner, Lichtquellen, Kühlgeräte, Geschirrspüler, Kühlgeräte mit Direktverkauf | links oder rechts | Waschtrockner: Klasse des vollständigen Zyklus |
| 2023/1669 | Smartphones, Tablets | nur linker Pfeil | gilt seit 20.06.2025 |
| 2023/2534 | Wäschetrockner | nur linker Pfeil | ohne Preis: Label in der Nähe von Name oder Bild |
Die Wäschetrockner-Verordnung hat eine Ausnahme, die für Kataloge ohne Preisanzeige wichtig ist: Label und Datenblatt stehen in der Nähe des Produktpreises, wenn ein Preis angezeigt wird, sonst in der Nähe des Namens oder des Bildes. Bei 2019/2013, 2019/2017 und 2019/2018 habe ich nur die Überschrift von Anhang VIII mit den anderen abgeglichen, nicht jede einzelne Nummer. Für ältere Produktgruppen wie Backöfen, Dunstabzugshauben, Klimageräte, Raumheizgeräte und Warmwasserbereiter wurden die Internetregeln mit der Delegierten Verordnung (EU) Nr. 518/2014 nachgetragen. Dort gelten die Vorgaben der jeweiligen geänderten Verordnung.
Gilt das auch für Kategorieseiten und den Warenkorb?
Der Verordnungstext spricht nur vom “Anzeigemechanismus in der Nähe des Produktpreises”. Die Kommission wird in ihren Hinweisen für Händler deutlicher: Die Pflicht betreffe jede Unterseite des Shops, also Startseite, Listenansichten, Produktseiten und auch die Warenkorbseite, und sie gelte selbst dann, wenn sich das Produkt gar nicht in den Warenkorb legen lässt. Diese Liste stammt aus der Auslegung der Kommission. Ich richte Shops so ein, dass der Pfeil überall dort erscheint, wo ein Preis steht, weil eine Behörde sich im Zweifel an dieser Auslegung orientieren wird.
Woher kommen Label, Produktdatenblatt und EPREL-Nummer?
EPREL ist die Produktdatenbank nach Art. 12 der Verordnung (EU) 2017/1369. Ihr öffentlicher Teil zeigt Labels und Produktdatenblätter. Seit 2024 ist die Pflicht des Lieferanten ausdrücklich geregelt: Er muss Händlern die EPREL-Registriernummer des Modells mitteilen, damit sie das Label auch im Online-Fernabsatz anzeigen können (Art. 14 Abs. 1 der Durchführungsverordnung (EU) 2024/994). Art. 14 Abs. 2 verpflichtet den Händler, dafür zu sorgen, dass der QR-Code auf dem Label lesbar ist. Ein Label, das so klein skaliert oder so stark komprimiert ist, dass ein Handy den Code nicht mehr erkennt, erfüllt diese Pflicht nicht.
Nach Art. 5 Abs. 3 der Rahmenverordnung darf ein Händler ohne Datenblatt dieses beim Lieferanten anfordern oder selbst aus der Produktdatenbank drucken oder herunterladen, wenn die Datenbank diese Funktion bietet. Die Kommission schreibt in ihren Händlerhinweisen außerdem, dass Shops die Bilder von Label und geschachteltem Pfeil über eine API aus EPREL abrufen können, wenn sie die Registriernummer haben.
Für die Datenpflege heißt das: Die EPREL-Nummer gehört als eigenes Feld zu jedem Produkt, so wie EAN oder Hersteller-Artikelnummer. Bei Varianten mit unterschiedlichen Modellen, etwa einem Fernseher in drei Bildschirmgrößen, gehört sie an die Variante, weil jede Größe ein eigenes Modell mit eigenem Label ist.
Gilt die Pflicht auch für Werbung und Google Shopping?
Ja. Nach Art. 6 lit. a der Rahmenverordnung müssen Lieferanten und Händler in visueller Werbung und technischem Werbematerial für ein bestimmtes Modell die Energieeffizienzklasse und das Spektrum der Klassen auf dem Label angeben. Das betrifft Banner, Newsletter mit Produktbild, Social-Media-Anzeigen und Produktanzeigen in Preisvergleichen. Art. 6 lit. c verbietet zusätzlich Zeichen und Symbole, die über den Energieverbrauch irreführen können. Ein selbst gebauter “Öko-Pfeil” im Design des Energielabels ist deshalb keine gute Idee.
Für Google Shopping hat sich im April 2025 die Datenstruktur geändert. Die Attribute energy_efficiency_class, min_energy_efficiency_class und max_energy_efficiency_class sind laut Google-Hilfe seither nur noch für einige Zielländer außerhalb der EU verfügbar. Für Produkte mit EU-Zielländern, die ein grafisches Label zeigen müssen, verweist Google auf das Attribut certification. Es bezieht die Labeldaten aus EPREL und hat die Form Behörde, Name und Code, zum Beispiel EC:EPREL:123456. Google schreibt dazu, es könne die Angabe automatisch anhand von GTIN und MPN ergänzen, wenn Sie selbst keine liefern. Ich verlasse mich darauf nicht und schreibe die Nummer in den Feed, weil sie ohnehin am Produkt gepflegt ist. Ein Shop, der in seinem Feed noch energy_efficiency_class für Deutschland oder Österreich sendet, liefert Google ein Attribut, das für diese Länder nicht mehr verfügbar ist.
Was gilt für Reifen im Onlineshop?
Reifen haben ihr eigenes Regelwerk, die Verordnung (EU) 2020/740, anwendbar seit 1. Mai 2021. Für Reifen, die im Internet angeboten werden, muss das Reifenlabel nahe der Preisangabe stehen und das Produktdatenblatt abrufbar sein. Die Größe muss gut sichtbar und lesbar sein und den Proportionen aus Anhang II entsprechen. Eine geschachtelte Anzeige ist erlaubt (Art. 6 Abs. 7).
Ein vorgeschriebenes Pfeilbild wie bei Haushaltsgeräten gibt es hier nicht. Das Reifenlabel zeigt Klassen von A bis E für Kraftstoffeffizienz und Nasshaftung und trägt einen QR-Code. Auch Werbung für einen bestimmten Reifentyp muss das Label zeigen, in der Nähe des Preises, wenn einer genannt wird (Art. 6 Abs. 2). Plattformen, auf denen Dritte verkaufen, müssen die Anzeige von Label und Datenblatt ermöglichen und den Händler auf die Pflicht hinweisen (Art. 8). In Deutschland regelt die Reifenkennzeichnungsverordnung vom 5. Juli 2021 die Bußgelder, mit Verweis auf § 15 Abs. 1 Nr. 3 EnVKG seit der Änderung von 2026.
Wer kontrolliert in Deutschland, und was kostet ein Verstoß?
Rechtsgrundlage ist das Energieverbrauchskennzeichnungsgesetz (EnVKG). Zuständig für die Marktüberwachung sind nach § 5 Abs. 1 “die nach Landesrecht zuständigen Behörden”. Ein Shop in Bayern hat es also mit einer anderen Behörde zu tun als ein Shop in Hamburg. Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) ist nach § 13 nur “Beauftragte Stelle” mit Melde- und Berichtsaufgaben und geht nicht gegen Shops vor.
Seit dem 1. November 2026 hat sich die Verordnungsebene geändert. Die alte Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung (EnVKV) von 1997 ist mit Ablauf des 31. Oktober 2026 außer Kraft getreten (BGBl. 2026 I Nr. 292). An ihre Stelle tritt die Energieverbrauchskennzeichnungs-Bußgeldverordnung (EnVKBgV). Sie ist eine reine Bußgeldverordnung. Die Pflichten selbst stehen weiter in den EU-Verordnungen, die EnVKBgV legt nur fest, welche Verstöße dagegen Ordnungswidrigkeiten sind:
- § 9 betrifft die Rahmenverordnung, darunter fehlende Klasse und fehlendes Spektrum in der Werbung (Art. 6 lit. a) und irreführende Zeichen (Art. 6 lit. c bis e).
- § 11 betrifft Waschmaschinen und Waschtrockner. Nr. 7 erfasst, wer “nicht sicherstellt, dass ein dort genanntes Label und ein dort genanntes Produktdatenblatt bereitgestellt werden”, also genau die Pflicht für den Fernabsatz. Nr. 9 betrifft Hosting-Plattformen.
- Die gleichen Regeln stehen in § 10 für Displays, § 12 für Lichtquellen, § 13 für Kühlgeräte, § 14 für Geschirrspüler, § 16 für Smartphones und Tablets und § 17 für Wäschetrockner. Die §§ 1 bis 8 erfassen die älteren Verordnungen.
Alle diese Tatbestände verweisen auf § 15 Abs. 1 Nr. 3 EnVKG. Die Geldbuße kann nach § 15 Abs. 2 EnVKG “bis zu fünfzigtausend Euro” betragen. Wer in internen Unterlagen noch auf die EnVKV verweist, sollte das jetzt anpassen; die alte Adresse auf gesetze-im-internet.de liefert nur noch einen Fehler.
Wer kontrolliert in Österreich?
In Österreich hängt die Energiekennzeichnung am Elektrotechnikgesetz 1992 (ETG 1992). Nach § 9j Abs. 1 prüft die Marktüberwachungsbehörde die Einhaltung der Verordnung (EU) 2017/1369 und ihrer delegierten Verordnungen, “soweit sie elektrische Betriebsmittel betreffen”. Marktüberwachungsbehörde ist nach § 13 Z 3 das Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen (BEV).
Wer gegen die Verordnung verstößt, begeht nach § 17 Abs. 1 Z 2 lit. c eine Verwaltungsübertretung. Die Strafe beträgt bis 14.530 Euro und wird von der Bezirksverwaltungsbehörde verhängt. Für Produkte, die keine elektrischen Betriebsmittel sind, etwa Gas- oder Festbrennstoffheizungen, und für Reifen habe ich die österreichische Zuständigkeit und die Strafen nicht bestätigen können. Die Volltextsuche im RIS nach “2017/1369” lieferte nur das ETG 1992 und zwei Vergabegesetze. Wenn Sie solche Produkte nach Österreich verkaufen, klären Sie das direkt mit dem BEV.
| Deutschland | Österreich | |
|---|---|---|
| Gesetz | EnVKG, seit 01.11.2026 mit EnVKBgV | ETG 1992 |
| Kontrolle | Behörden der Länder (§ 5 Abs. 1 EnVKG) | BEV (§ 13 Z 3 ETG 1992) |
| Höchstbetrag | 50.000 Euro (§ 15 Abs. 2 EnVKG) | 14.530 Euro (§ 17 ETG 1992) |
| Verhängt durch | zuständige Landesbehörde | Bezirksverwaltungsbehörde |
Wie richte ich das Energielabel in WooCommerce ein?
WooCommerce bringt keine Felder für das Energielabel mit. Sie brauchen pro Produkt, bei Varianten pro Variante, fünf Angaben:
- Energieeffizienzklasse (A bis G, bei älteren Gruppen die alte Skala),
- Spektrum der Klassen auf dem Label (zum Beispiel A bis G),
- das Labelbild in der Auflösung des Lieferanten, damit der QR-Code lesbar bleibt,
- das Produktdatenblatt als PDF oder den Link zum Datenblatt in EPREL,
- die EPREL-Registriernummer.
Für Klasse und Spektrum eignen sich globale Attribute unter Produkte, Attribute. Laut WooCommerce-Dokumentation lassen sich globale Attribute auf jedes Produkt im Shop anwenden. Sie haben dann einheitliche Werte und können danach filtern. Labelbild, Datenblatt und EPREL-Nummer lege ich als Produkt-Metadaten ab, weil das keine Werte sind, nach denen Kunden filtern.
Wichtig ist der Ausgabeort. Im Template der Produktseite hängt WooCommerce den Preis mit Priorität 10 an den Hook woocommerce_single_product_summary (Titel 5, Bewertung 10, Preis 10, Kurzbeschreibung 20, Warenkorb-Button 30). Ein Pfeil, der mit Priorität 11 an denselben Hook gehängt wird, steht direkt unter dem Preis:
add_action( 'woocommerce_single_product_summary', function () {
global $product;
$class = $product->get_attribute( 'pa_energieeffizienzklasse' );
$label = get_post_meta( $product->get_id(), '_energielabel_url', true );
$sheet = get_post_meta( $product->get_id(), '_produktdatenblatt_url', true );
if ( ! $class || ! $label ) {
return;
}
printf(
'<a class="energy-arrow" href="%s" target="_blank" rel="noopener"><img src="%s" alt="%s"></a>',
esc_url( $label ),
esc_url( get_post_meta( $product->get_id(), '_energiepfeil_url', true ) ),
esc_attr( 'Energieeffizienzklasse ' . $class )
);
if ( $sheet ) {
printf( '<a href="%s" target="_blank" rel="noopener">Produktdatenblatt</a>', esc_url( $sheet ) );
}
}, 11 );Das ist bewusst die einfachste Variante: Pfeilbild als fertige Grafik, Label in einem neuen Tab, was Nummer 3 lit. d ausdrücklich erlaubt. Die Schriftgröße des Klassenbuchstabens muss zur Preisschrift passen. Bei einer fertigen Grafik heißt das, die Bildhöhe im CSS an die Preisschrift zu koppeln. Wer den Pfeil per CSS und SVG selbst zeichnet, löst das sauberer, muss aber die Farben der Klassen exakt vom Label übernehmen. Für Kategorieseiten brauchen Sie dieselbe Ausgabe in der Produktschleife, für den Warenkorb, wenn Sie der Auslegung der Kommission folgen, eine dritte Stelle. Viele Themes und Page Builder ersetzen das Standard-Template. Prüfen Sie deshalb im Frontend, ob der Pfeil wirklich neben dem Preis landet und nicht unter der Beschreibung.
Ich entwickle zwei kostenlose WordPress-Plugins, die das Modul fertig mitbringen. Polski hat seit Version 1.45.0 vom 5. November 2026 ein Energielabel-Modul: Neben dem Preis erscheint ein Pfeil in der Farbe der Energieeffizienzklasse, der das Label öffnet, dazu ein Link zum Produktdatenblatt. Das Modul ist ausgeschaltet, bis Sie es aktivieren. Shoplex hat seit Version 1.7.0 ein Modul mit derselben Funktion, der Pfeil verlinkt dort auf das Label. Beides ist eine Option unter mehreren. Wer schon ein anderes Plugin oder eigenen Code im Einsatz hat, prüft ihn am besten gegen die Punkte aus Anhang VIII oben.
Mehr zur Arbeit an WooCommerce-Shops finden Sie auf meiner Seite WooCommerce-Entwickler. Eine ähnliche Pflicht neben dem Preis ist die Angabe des niedrigsten Preises bei Rabatten, dazu mein Beitrag zu Omnibus in WooCommerce.
Wie geht das in Shopify?
In Shopify sind Metafelder der vorgesehene Weg, um Produkten eigene Daten mitzugeben. Ein Metafeld hat einen Namespace und einen Schlüssel, und Händler-eigene Daten liegen in einem nicht reservierten Namespace wie custom (Shopify-Dokumentation zu Metafeldern). Die Typen, die Liquid kennt, stehen in der Referenz zum Metafeld-Objekt. Für das Energielabel passen:
single_line_text_fieldfür Klasse, Spektrum und EPREL-Nummer,file_referencefür Labelbild, Pfeilgrafik und Datenblatt-PDF.
Im Theme greifen Sie mit resource.metafields.namespace.key darauf zu, der Inhalt steckt in .value. Ein Snippet neben dem Preisblock der Produktseite sieht im Kern so aus:
{%- assign klasse = product.metafields.custom.energieklasse.value -%}
{%- if klasse != blank -%}
<a class="energy-arrow" href="{{ product.metafields.custom.energielabel_link.value }}" target="_blank" rel="noopener">
Energieeffizienzklasse {{ klasse }}
</a>
<a href="{{ product.metafields.custom.datenblatt_link.value }}" target="_blank" rel="noopener">Produktdatenblatt</a>
{%- endif -%}Das Beispiel nimmt an, dass die Links als Textfelder gepflegt werden; das Aussehen des Pfeils kommt aus dem CSS des Themes. Bei Varianten mit eigenen Modellen gehören die Metafelder an die Variante, und das Snippet muss beim Wechsel der Variante mitwechseln. Das ist in den meisten Themes der aufwendigere Teil. Wie bei WooCommerce gilt: Kollektionsseiten mit Preis brauchen den Pfeil ebenfalls. Mehr dazu auf meiner Seite Shopify-Entwickler.
Checkliste für beide Systeme
| Prüfpunkt | Grundlage | Erledigt, wenn |
|---|---|---|
| Pfeil neben dem Preis | Anhang VIII Nr. 1 und 3 lit. a | auf Produktseite und überall, wo ein Preis steht |
| Farbe und Buchstabe | Anhang VIII Nr. 2 | Klassenfarbe, weißer Calibri-Bold-Buchstabe in Preisgröße, Spektrum schwarz |
| Pfeilrichtung | 2023/1669, 2023/2534 | Smartphones, Tablets, Wäschetrockner: nur links |
| Label öffnet sich | Anhang VIII Nr. 3 lit. c bis f | Klick, Rollover und Antippen funktionieren, Label lässt sich schließen |
| Alt-Text | Anhang VIII Nr. 3 lit. g | alt enthält die Klasse |
| Datenblatt-Link | Anhang VIII Nr. 4 | Linktext “Produktdatenblatt” nahe dem Preis |
| QR-Code lesbar | 2024/994 Art. 14 Abs. 2 | mit dem Handy vom Bildschirm testen |
| EPREL-Nummer gepflegt | 2024/994 Art. 14 Abs. 1 | pro Modell, bei Varianten pro Variante |
| Google-Feed | Merchant-Center-Hilfe | certification mit EC:EPREL: für EU-Länder |
| Werbung | Art. 6 lit. a 2017/1369 | Klasse und Spektrum in jeder Bildanzeige für ein Modell |
Welche Fehler führen in Onlineshops zu Verstößen?
Die folgenden Fehler ergeben sich direkt aus den Regeln oben. Sie lassen sich in wenigen Minuten im Frontend prüfen.
Label nur in der Bildergalerie
Das Label als fünftes Produktbild hochzuladen ist bequem, aber es steht dann nicht “in der Nähe des Produktpreises”, und der Kunde muss es suchen. Die geschachtelte Anzeige setzt voraus, dass der Pfeil neben dem Preis sitzt.
Pfeil in der falschen Farbe oder ohne Spektrum
Ein grauer Button mit “Energielabel” oder ein Pfeil in der Markenfarbe des Shops erfüllt Nummer 2 nicht. Der Pfeil muss die Klassenfarbe vom Label tragen und das Spektrum zeigen.
Altes Label nach der Umskalierung
Bei Kühlgeräten, Waschmaschinen, Geschirrspülern, Displays, Lichtquellen und Wäschetrocknern gilt die Skala A bis G. Ein Produkt, das noch mit A+++ angezeigt wird, hat ein Label, das seit dem jeweiligen Stichtag nach Art. 11 Abs. 13 lit. c hätte ersetzt werden müssen. Das passiert oft bei Restposten, deren Produktseite seit Jahren unverändert ist.
Kein Link zum Produktdatenblatt
Viele Shops zeigen das Label, aber nicht das Datenblatt. Art. 5 Abs. 1 lit. b verlangt beides, und § 11 Nr. 7 EnVKBgV nennt beides im selben Satz.
Keine Klasse in Shopping-Anzeigen
Wenn der Feed weder certification liefert noch Google die Nummer selbst über GTIN und MPN zuordnen kann, fehlt die Klasse in der Anzeige. Art. 6 lit. a verlangt Klasse und Spektrum in visueller Werbung für ein bestimmtes Modell.
Pfeil auf Kategorieseiten vergessen
Das Template der Produktseite ist angepasst, die Produktliste nicht. Nach der Auslegung der Kommission gehört der Pfeil auch dorthin.
Was ist der nächste Schritt?
Öffnen Sie in Ihrem Shop drei Produkte mit Energielabel, eines davon mit Varianten, und gehen Sie die Checkliste oben auf Desktop und Handy durch, einschließlich Kategorieseite und Warenkorb. Prüfen Sie dann im Merchant Center, ob die EU-Produkte certification mit EPREL-Nummer tragen. Wenn Felder fehlen oder das Theme den Pfeil an der falschen Stelle ausgibt, schreiben Sie mir über die Seite WooCommerce-Entwickler oder, für Shopify-Shops, über Shopify-Entwickler, mit der Adresse eines betroffenen Produkts.
Zuletzt geprüft: 6. November 2026.







