In diesem Leitfaden gehen wir die technischen, strukturellen und inhaltlichen Faktoren durch, die den Wert eines ausgehenden Links beeinflussen. Bei jedem Faktor sagen wir offen, was die Dokumentation von Google bestätigt, was aus der ursprünglichen PageRank-Arbeit oder aus Google-Patenten folgt und was lediglich Branchenpraxis ist. Zudem zeigen wir Best Practices für WordPress-Entwickler und Redaktionsteams, um Crawlbarkeit, Linkwert und Leserführung in Einklang zu bringen.
Helfen ausgehende Links bei SEO
Was sind ausgehende Links
Ausgehende Links, auch externe Links genannt, sind Hyperlinks, die von Ihrer Seite auf andere Domains führen. Viele Websitebetreiber denken ausschließlich an den Aufbau von Backlinks. Durchdachtes Verlinken nach außen hilft einer Website aber, zu einer wertvollen Ressource in ihrer Nische zu werden.
Schaden ausgehende Links dem eigenen PageRank
In der Frühzeit des SEO existierte der Irrglaube, man müsse alle ausgehenden Links mit rel="nofollow" versehen oder gänzlich auf externe Verweise verzichten, um den internen PageRank “einzusperren”.
Google sieht Links nach außen nicht als Risiko an sich. In der Dokumentation zu Links heißt es:
“Links zu anderen Websites sind nichts, wovor man sich fürchten müsste. Externe Links können sogar dabei helfen, Vertrauenswürdigkeit aufzubauen (zum Beispiel, wenn Sie Ihre Quellen zitieren).”
Google Search Central, Link best practices for Google, eigene Übersetzung
Ein seriöser wissenschaftlicher Aufsatz ohne Quellenverzeichnis verliert an Glaubwürdigkeit, und genau dasselbe gilt für Web-Inhalte. Ein Link zu einer maßgeblichen Quelle funktioniert wie eine Fußnote in einem Fachartikel: Leser können prüfen, woher eine Aussage stammt, und die Suchmaschine sieht, in welchen Zusammenhang Sie Ihren Inhalt stellen. Sinnvolle Zitate machen Ihre Recherchearbeit nachvollziehbar und passen damit zu dem, was hinter E-E-A-T (Erfahrung, Expertise, Autorität, Vertrauenswürdigkeit) steht.
Was Google in seiner Dokumentation über Links schreibt
Frühes SEO konzentrierte sich auf die Menge der Links, was zu Linkfarmen und anderen manipulativen Taktiken führte. Heute veröffentlicht Google einige konkrete Regeln zu Links, und nur diese lassen sich als bestätigt betrachten:
- Ein Link muss ein
<a>-Element mithref-Attribut sein. Google schreibt, dass es einen Link grundsätzlich nur dann crawlen kann, wenn es sich um ein HTML-Element<a>handelt, und dass es die Adresse aus einem<a>-Element ohnehrefnicht zuverlässig auslesen kann. - Der Ankertext sollte beschreibend sein. Nach Google ist ein guter Ankertext beschreibend, angemessen knapp und sowohl mit der Seite verbunden, auf der er steht, als auch mit der Seite, auf die er verweist.
- Zu viele Keywords im Ankertext sind Spam. Dieselbe Seite erinnert daran, dass Keyword-Stuffing gegen die Spam-Richtlinien von Google verstößt.
- Bild als Link. Bei Bildlinks verwendet Google das
alt-Attribut desimg-Elements als Ankertext. - Nofollow nur dort, wo Sie der Quelle nicht vertrauen. Google empfiehlt
nofollowausschließlich für Quellen, denen Sie nicht vertrauen, und nicht für jeden externen Link. - Anzahl der Links. Google schreibt, dass es keine magische ideale Zahl von Links auf einer Seite gibt. Wenn es Ihnen so vorkommt, als wären es zu viele, ist das wahrscheinlich auch so.
Alles, was über diese Punkte hinausgeht, etwa Domainalter, Aktualität eines Links oder Klicks als Rankingfaktor, ist in der Dokumentation von Google nicht bestätigt. Einige dieser Themen tauchen in Patenten auf, darauf gehen wir weiter unten ein. Ein Patent beschreibt jedoch ein mögliches System und belegt nicht, dass es eingesetzt wird.
Wann ist ein Link für Google crawlbar
Suchmaschinen-Bots sind spezialisierte Crawler, die standardisierte HTML-Strukturen parsen. Damit ein ausgehender Link korrekt erfasst und bewertet werden kann, muss er zwingend als echtes Anchor-Element formuliert sein:
<!-- Korrekt: Standard-HTML mit href-Attribut -->
<a href="https://wordpress.org/documentation/" target="_blank" rel="noopener">WordPress Dokumentation</a>
<!-- Fehlerhaft: Nicht crawlbar für Suchmaschinen -->
<span onclick="window.location='https://example.com'">Linktext</span>
<a data-href="https://example.com" class="js-link">Linktext</a>Wichtig ist zudem die Absicherung mit rel="noopener", wenn externe Links mit target="_blank" in einem neuen Tab geöffnet werden. Dies verhindert Performance-Einbußen im selben Browser-Thread und schützt vor potenziellen Phishing-Angriffen über window.opener.
Wie der ursprüngliche PageRank den Wert auf Links verteilt
Ausgangspunkt jeder Diskussion über den Wert eines Links ist die Arbeit von Sergey Brin und Larry Page The Anatomy of a Large-Scale Hypertextual Web Search Engine aus dem Jahr 1998. Die PageRank-Formel lautet dort:
PR(A) = (1-d) + d (PR(T1)/C(T1) + … + PR(Tn)/C(Tn))
T1 bis Tn sind die Seiten, die auf Seite A verlinken, d ist der Dämpfungsfaktor (die Autoren geben an, dass sie ihn üblicherweise auf 0,85 setzen), und C(T) ist die Zahl der ausgehenden Links der Seite T. Aus der Formel selbst ergeben sich zwei Dinge, die bis heute in jeder Diskussion über Links wiederkehren:
- Der Wert, den ein Link weitergibt, hängt vom PageRank der verlinkenden Seite ab. Ein Link von einer Seite, auf die niemand verlinkt, überträgt wenig.
- Der Wert einer Seite wird durch die Zahl ihrer ausgehenden Links geteilt. Je mehr Links eine Seite enthält, desto kleiner ist der Anteil, der auf jeden einzelnen entfällt.
Die Autoren erklären die Formel mit dem Modell eines “zufälligen Surfers” (Random Surfer). Er beginnt auf einer beliebigen Seite, klickt auf Links, benutzt nie die Zurück-Taste, langweilt sich irgendwann und startet auf einer anderen zufälligen Seite neu. Die Wahrscheinlichkeit, dass er eine bestimmte Seite erreicht, ist ihr PageRank.
Dieselbe Arbeit beschreibt einen zweiten Mechanismus, der für ausgehende Links wichtig ist: Der Linktext wird der Zielseite zugeordnet und nicht nur der Seite, auf der der Link steht. Die Autoren schreiben, dass sie die Weitergabe des Ankertexts vor allem deshalb nutzen, weil sie zu besseren Ergebnissen führt. Daher rührt die Bedeutung des Ankertexts als Beschreibung der Seite, auf die Sie verweisen.
Die Formel von 1998 beschreibt nicht das heutige Ranking. Google veröffentlicht keine aktuellen PageRank-Werte, und das Ranking stützt sich auf viele Signale. Die Formel erklärt aber gut, warum eine Seite mit Hunderten von Links kein guter Ort ist, um Quellen zu zitieren.
Ankertext für externe Links richtig wählen
Was ist Ankertext
Der Ankertext (Anchor Text) ist der sichtbare, anklickbare Text eines Hyperlinks und liefert den direktesten Hinweis auf das Thema der Zielressource. In der PageRank-Arbeit wird er der Zielseite zugeordnet, er sagt der Suchmaschine also, worum es auf der verlinkten Seite geht. Google ergänzt in seiner Dokumentation einen praktischen Test: Lesen Sie den Ankertext ohne Zusammenhang und prüfen Sie, ob er konkret genug ist, um für sich allein Sinn zu ergeben.
Welche Arten von Ankertext gibt es
In der SEO-Branche ist es üblich, Ankertexte in mehrere Typen einzuteilen. Diese Bezeichnungen stammen aus der Praxis, nicht aus der Dokumentation von Google:
Exakte Übereinstimmung (Exact Match): Der Ankertext entspricht genau der Phrase, für die die Zielseite ranken soll. Die Spam-Richtlinien von Google nennen Links mit optimiertem Ankertext in Sponsored Posts, Gastbeiträgen und Pressemitteilungen als Beispiel für Link-Spam.
Teilweise Übereinstimmung (Partial Match): Der Ankertext enthält das Keyword neben anderen Wörtern, zum Beispiel “prüfen Sie, wie Sie einen WordPress-Shop beschleunigen”.
Marke (Brand): Der Ankertext ist der Name einer Marke oder eines Unternehmens. Er beschreibt das Ziel gut, wenn Sie auf die Startseite eines Unternehmens verlinken.
Generisch: Phrasen wie “hier klicken”, “weiterlesen” oder “Website”. Sie bestehen den Test von Google nicht, weil sie ohne Zusammenhang nichts aussagen.
Nackte URL: Die Adresse selbst dient als Ankertext, zum Beispiel “https://example.com”. Das funktioniert in einem Quellenverzeichnis, im Fließtext ist es schlecht lesbar.
Varianten und Synonyme: Wörter, die inhaltlich mit dem Thema der Zielseite verwandt sind. In der Branche werden sie manchmal “LSI”-Anker genannt, obwohl Google keine solche Kategorie beschreibt.
Wie man einen guten Ankertext für externe Links schreibt
Hierbei gelten klare redaktionelle Kriterien:
- Deskriptive Klarheit: Formulierungen wie “offizielle HTTP/3-Spezifikation im RFC 9114” bieten maximalen Kontext für Crawler und assistive Technologien wie Screenreader.
- Vermeidung generischer Anker: Phrasen wie “hier klicken”, “mehr erfahren” oder “diese Webseite” enthalten keinerlei semantische Information und erschweren die barrierefreie Navigation.
- Kontextuelle Einbettung: Der Ankertext sollte sich harmonisch in die Syntax des Satzes einfügen, anstatt als unnatürlicher Keyword-Fremdkörper aufzufallen.
Gibt es eine optimale Verteilung von Ankertexten
Es gibt kein offizielles Verhältnis der Ankertext-Typen. Die Prozenttabellen, die in der Branche kursieren, stammen aus keiner Quelle von Google. Google sagt ausdrücklich nur, dass ein Ankertext beschreibend, knapp und passend sein soll und dass Keyword-Stuffing Spam ist. Für ausgehende Links folgt daraus eine einzige Regel: Schreiben Sie den Satz so, wie Sie ihn ohne Gedanken an SEO schreiben würden, und machen Sie dann den Teil zum Link, der die Zielseite am besten beschreibt.
Wo ein Link im Seiteninhalt stehen sollte
Spielt die Position des Links im HTML-Code eine Rolle
Ein verbreiteter Rat besagt, dass ein weiter oben im Quellcode platzierter Link mehr Wert weitergibt. Die Dokumentation von Google bestätigt das nicht. Google verlangt nur, dass der Ankertext zwischen crawlbaren <a>-Tags steht. Die Reihenfolge im HTML-Code wird nicht als Faktor beschrieben.
Anders verhält es sich mit der Position des Links im Seitenlayout, die das unten besprochene Google-Patent beschreibt. Dabei geht es jedoch um das Layout, das Nutzer sehen, und nicht um die Reihenfolge im Quelltext.
Welche Links Google nach dem Reasonable-Surfer-Modell gewichtet
Der zufällige Surfer aus der ursprünglichen PageRank-Arbeit wählt jeden Link auf einer Seite mit gleicher Wahrscheinlichkeit. Ein Google-Patent (US 7716225 B1) beschreibt dagegen eine Gewichtung nach dem sogenannten Reasonable-Surfer-Modell. Google hat nicht bestätigt, dass es dieses System einsetzt.
Das Patent Ranking documents based on user behavior and/or feature data hat Google im Juni 2004 angemeldet, erteilt wurde es im Mai 2010. Die Erfinder sind Jeffrey A. Dean, Corin Anderson und Alexis Battle. Das Patent beschreibt ein System, das Links anhand ihrer Merkmale und anhand von Daten darüber, wie Nutzer tatsächlich klicken, unterschiedlich gewichtet. Im Gegensatz zum zufälligen Surfer aus dem ursprünglichen PageRank spricht man in der Branche vom “vernünftigen Surfer”.
Als Beispiele für Merkmale eines Links nennt das Patent:
- die Schriftgröße des Ankertexts,
- die Position des Links: in einer HTML-Liste, im Fließtext, oberhalb oder unterhalb des ersten sichtbaren Bildschirms,
- die Position des Links innerhalb einer Liste, falls er in einer Liste steht,
- Farbe und Schriftattribute des Links (zum Beispiel kursiv, grau, dieselbe Farbe wie der Hintergrund),
- die Anzahl der Wörter und die konkreten Wörter im Ankertext,
- wie kommerziell der Ankertext ist,
- die Art des Links (zum Beispiel ein Bildlink),
- den Kontext einiger Wörter vor und nach dem Link,
- ob der Link auf denselben Host oder dieselbe Domain verweist.
Für das Quelldokument nennt das Patent unter anderem die Zahl der Links im Dokument und den thematischen Cluster, zu dem das Dokument gehört, sowie den Grad der Übereinstimmung dieses Clusters mit dem Cluster des Zieldokuments.
Das Patent beweist nicht, dass Google heute genau dieses System nutzt. Es zeigt aber, welche Merkmale eines Links Google für sinnvoll bewertbar hielt, und es deckt sich mit dem gesunden Menschenverstand: Ein Link im Text, den Leser sehen und anklicken können, ist etwas anderes als ein Link im Footer in Hintergrundfarbe.
Wo im Absatz ein Link stehen sollte
Neben der Position im Seitenlayout zählt die Stelle des Links im Textfluss. Ein Link in einem Satz, der das Thema der Zielseite behandelt, gibt Lesern einen Grund zum Klicken und der Suchmaschine den Kontext, den das Patent als “einige Wörter vor und nach dem Link” beschreibt.
Sinnvolle Regeln für die Platzierung von Links:
- Umgeben Sie den Link mit Text, der erklärt, was Leser auf der anderen Seite finden.
- Setzen Sie nicht mehrere Links in einen Satz, sonst wissen Leser nicht, welcher wichtig ist.
- Verlinken Sie in einem Absatz, dessen Thema zur Zielseite passt.
Wie man Links im Text formatiert
Das Aussehen eines Links ist vor allem eine Frage der Benutzerfreundlichkeit. Ein Link sollte sich vom normalen Text unterscheiden, durch Farbe und am besten durch Unterstreichung. Farbe, Schriftart und Schriftgröße tauchen im Patent als mögliche Merkmale eines Links auf, Google bestätigt aber nicht, dass Fettdruck seinen Wert erhöht.
Vermeiden Sie Gestaltung, die einen Link versteckt, etwa Text in Hintergrundfarbe. Versteckte Links sind ein klassisches Spam-Signal, und das Patent nennt “dieselbe Farbe wie der Hintergrund” ausdrücklich als Merkmal, das ein System erkennen kann.
Wie die Autorität einer Seite den Linkwert beeinflusst
Nutzt Google eine Domain-Autorität
“Domain Authority” ist eine Kennzahl der Firma Moz, “Domain Rating” eine Kennzahl von Ahrefs. Beide werden von externen Tools auf Basis eigener Linkdatenbanken berechnet. Google veröffentlicht keine Kennzahl für Domain-Autorität und nennt keine Liste ihrer Bestandteile. Domainalter, Markenerwähnungen oder HTTPS als Bestandteile einer “Autorität” sind Annahmen aus der Branche, keine Dokumentation.
Aus dem ursprünglichen PageRank folgt nur so viel: Ein Link von einer Seite, auf die viele wertvolle Links verweisen, überträgt mehr als ein Link von einer Seite ohne eingehende Links. Die Kennzahlen der SEO-Tools nähern sich diesem Mechanismus an, sind aber keine Werte von Google.
Bei ausgehenden Links hat Vorsicht gegenüber neuen Domains und Seiten mit dünnem Inhalt einen redaktionellen Grund: Sie verlinken, damit Leser eine verlässliche Quelle bekommen, und eine Seite ohne Inhalt bietet das nicht.
Wie die Relevanz der Zielseite den Linkwert beeinflusst
Ein ausgehender Link wirkt wie eine thematische Brücke. Verlinkt ein Fachbeitrag über Enterprise-WordPress-Architektur auf die offizielle Dokumentation der WordPress REST API oder auf eine Spezifikation des W3C, können Leser die Aussagen des Artikels an der Primärquelle prüfen.
Ein Link von einer Seite über vegetarische Ernährung zu einem Shop für Nahrungsergänzungsmittel wirkt natürlicher als derselbe Link von einer Seite über Autoreparatur. Das Reasonable-Surfer-Patent beschreibt einen Vergleich der thematischen Cluster von Quell- und Zieldokument, die thematische Relevanz hat in den Arbeiten von Google also zumindest eine dokumentierte Grundlage.
Diese Relevanz wirkt in beide Richtungen:
- Relevanz der Quelle: wie eng das Thema der verlinkenden Seite zur Zielseite passt.
- Relevanz des Ziels: wie gut die Zielseite das Thema des Absatzes vertieft, aus dem der Link kommt.
Beziehungen zu Websites aus der eigenen Nische bringen Links, die für Leser Sinn ergeben. Von Links aus starken, aber thematisch fremden Domains lässt sich das nicht sagen.
Verlinkt dieselbe Seite hingegen auf ein unpassendes Online-Casino, ein Krypto-Trading-Portal oder ein dubioses Verzeichnis, wirkt das auf Leser unseriös. Google beschreibt keine Abstrafung für einen einzelnen Link auf eine schwache Seite. Ein Risiko sind Muster, die die Spam-Richtlinien als Link-Spam bezeichnen, etwa verkaufte Links ohne Kennzeichnung.
Wie die Anzahl der Links auf einer Seite ihren Wert aufteilt
In der ursprünglichen PageRank-Formel wird der Wert einer Seite durch die Zahl ihrer ausgehenden Links geteilt, auf einer Seite mit Dutzenden Links bekommt also jeder nur einen kleinen Anteil. Auch das Reasonable-Surfer-Patent nennt die Zahl der Links im Quelldokument als mögliches Merkmal.
Google nennt jedoch kein Limit. Die Dokumentation sagt, dass es keine magische ideale Zahl von Links gibt. Eine Seite mit wenigen sorgfältig ausgewählten Quellen ist schlicht nützlicher als eine “Ressourcen”-Seite mit hundert Links, auf der Leser nicht wissen, wo sie anfangen sollen.
Title-, Alt- und Rel-Attribute in Links
Wie man das Title-Attribut in Links schreibt
Das Attribut title zeigt beim Überfahren mit dem Mauszeiger einen Hinweis an. Die Dokumentation von Google erwähnt es an einer Stelle: Google kann title ersatzweise als Ankertext verwenden, wenn das <a>-Element aus irgendeinem Grund leer ist. Es gibt keine Angabe, dass title bei ausgefülltem Ankertext das Ranking beeinflusst.
<a href="https://example.com/ressource"
title="Google-Dokumentation zu rel-Attributen">
wie Google gesponserte Links behandelt
</a>Wenn Sie title verwenden, sollte es eine Information ergänzen, die im Ankertext fehlt. Wichtiger ist ein beschreibender Ankertext, denn title ist auf Touchscreens nicht verfügbar und wird nicht von allen Screenreadern vorgelesen.
Alt-Text für Bildlinks
Für Bildlinks gilt: Google verwendet den Wert des alt-Attributs als Ankertext des Links. Ein fehlendes oder leeres Alt-Attribut bei verlinkten Bildern bedeutet daher einen Link ohne Beschreibung, sowohl für die Suchmaschine als auch für Menschen, die einen Screenreader nutzen.
Guter Alt-Text für einen Bildlink:
- beschreibt die Zielseite und nicht das Bild selbst,
- enthält Wörter, die sie natürlich beschreiben, ohne Keyword-Stuffing,
- ist knapp wie ein guter Ankertext,
- ergibt Sinn für jemanden, der das Bild nicht sieht.
Wann nofollow, sponsored und ugc verwenden
Seit der Erweiterung der Linkattribute durch Google existieren differenzierte Möglichkeiten, das Verhältnis zur Zielseite maschinenlesbar zu deklarieren:
- Standard (dofollow / kein Rel-Attribut): “Dofollow” ist die umgangssprachliche Bezeichnung für einen normalen Link ohne
rel-Attribut. Geeignet für fundierte Zitate, Quellennachweise, offizielle Standards und Dokumentationen. rel="nofollow": Für den Fall, dass die anderen Werte nicht passen und Sie Ihre Website nicht mit der verlinkten Seite in Verbindung bringen möchten. Nützlich bei nicht verifizierten Drittressourcen. Seit September 2019 behandelt Google alle drei Werte als Hinweise und nicht als Anweisungen.rel="sponsored": Für werbliche Verweise, bezahlte Kooperationen, Sponsored Posts und Affiliate-Links. Google schreibt, dass Anzeigen und bezahlte Platzierungen mitsponsoredgekennzeichnet werden sollen.nofollowist dafür weiterhin akzeptabel, Google bevorzugt abersponsored. Bezahlte Links, die Rankingwert weitergeben, verstoßen gegen die Spam-Richtlinien von Google. Websites, die gegen diese Richtlinien verstoßen, können laut Google niedriger ranken oder gar nicht in den Suchergebnissen erscheinen.rel="ugc"(User Generated Content): Empfohlen für Hyperlinks in Kommentarspalten, Forenthreads oder Profilbeschreibungen von Nutzern.
So sehen die Werte im Code aus:
<a href="https://example.com" rel="sponsored">Produkt eines Partners</a>
<a href="https://example.com" rel="ugc">Link aus einem Nutzerkommentar</a>
<a href="https://example.com" rel="nofollow">Externe Ressource</a>Werte lassen sich kombinieren, getrennt durch Leerzeichen oder Komma:
<a href="https://example.com" rel="ugc nofollow">Link aus einem Forum</a>Im September 2019 kündigte Google an, dass alle drei Werte als Hinweise und nicht als Anweisungen behandelt werden:
“Alle Link-Attribute, also sponsored, ugc und nofollow, werden als Hinweise darauf behandelt, welche Links in der Suche berücksichtigt oder ausgeschlossen werden sollen.”
Google Search Central Blog, Evolving “nofollow”: new ways to identify the nature of links, eigene Übersetzung
Für das Ranking galt die Änderung sofort, für Crawling und Indexierung wurde nofollow ab dem 1. März 2020 zum Hinweis. Google stellte außerdem klar, dass bestehende nofollow-Kennzeichnungen nicht geändert werden müssen.
In WordPress lässt sich diese Kennzeichnung teilweise direkt im Gutenberg-Block-Editor setzen oder bei dynamisch generierten Inhalten über entsprechende Filter-Hooks automatisieren.
Spart nofollow noch PageRank
Einige Jahre lang war das “PageRank Sculpting” beliebt: Weniger wichtige Links wurden mit nofollow markiert, damit die übrigen mehr Wert erhalten. Matt Cutts, damals Leiter des Google-Spam-Teams, erklärte 2009, dass das nicht funktioniert. Sein Beispiel: Eine Seite hat zehn PageRank-Punkte und zehn Links, fünf davon mit nofollow. Ursprünglich gaben die fünf normalen Links je zwei Punkte weiter. Nach einer Änderung, die Google mehr als ein Jahr vor seinem Beitrag eingeführt hatte, gibt jeder von ihnen einen Punkt weiter (Matt Cutts, PageRank sculpting).
Für ausgehende Links heißt das: Wer alle externen Links mit nofollow markiert, hält damit keinen Wert auf der eigenen Seite. Er entfernt aber das Signal, dass er bewusst eine Quelle zitiert, und widerspricht der Empfehlung von Google, nofollow nur bei Quellen einzusetzen, denen man nicht vertraut.
Wie der Inhalt rund um einen Link seinen Wert beeinflusst
Welche Rolle spielt der Text um einen Link
Der Text rund um einen Link sagt Lesern, warum der Link überhaupt da ist. Das Reasonable-Surfer-Patent nennt den “Kontext einiger Wörter vor und nach dem Link” als eines seiner Merkmale. Ein Link zur Quelle einer Statistik in einem Absatz, der die Methodik dieser Daten bespricht, ist verständlicher als derselbe Link in einem allgemeinen Abschnitt “Quellen”.
Welche Inhalte ausgehende Links rechtfertigen
Inhalte, in denen ein ausgehender Link begründet ist, haben meist einige gemeinsame Eigenschaften:
- Sie liefern eine eigene Analyse und fassen die verlinkte Quelle nicht nur zusammen.
- Sie ordnen Aussagen konkreten Quellen zu.
- Sie sind logisch aufgebaut, sodass der Link dort steht, wo Leser einen Beleg oder weiterführende Lektüre brauchen.
Google gibt nicht an, dass die Länge eines Textes den Wert eines Links erhöht. Entscheidend ist, ob der Link Lesern hilft.
Ausgehende Links und interne Verlinkung
Ausgehende und interne Links erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Interne Links führen Leser zu Ihren eigenen verwandten Inhalten, ausgehende zu Quellen und Tools, die Sie selbst nicht anbieten. Zusammen zeigen sie, dass ein Thema von mehreren Seiten beleuchtet wird:
- ausgehende Links zu maßgeblichen Quellen belegen Aussagen,
- interne Links zu verwandten Inhalten zeigen die thematische Tiefe der Website.
Redaktionelle, navigative und bezahlte Links im SEO
Redaktionelle und selbst platzierte Links
Ein redaktioneller Link entsteht, weil ein Autor einen Inhalt für empfehlenswert hält. Ein selbst platzierter Link entsteht durch Outreach, Tausch oder Bezahlung. Die Spam-Richtlinien von Google verbieten Outreach nicht. Als Link-Spam nennen sie aber Links, die vor allem zur Manipulation des Rankings erstellt werden, darunter Gastbeiträge und Sponsored Posts mit optimierten Ankertexten.
Kontextuelle und navigative Links
Kontextuelle Links stehen im Inhalt und sind von Text umgeben, der sie erklärt. Sie erfüllen, was Google von einem guten Ankertext erwartet.
Navigative Links stehen in Menüs, Footern und Seitenleisten. Sie sind für die Orientierung auf der Website nötig. Weit verbreitete Links in Footern oder Templates vieler Websites nennt Google ausdrücklich als Beispiel für Link-Spam.
Wie man bezahlte Links und Affiliate-Links kennzeichnet
Links zu Werbezwecken zu kaufen und zu verkaufen, verstößt nicht gegen die Richtlinien von Google, wenn die Links mit rel="sponsored" oder rel="nofollow" gekennzeichnet sind. Ein Verstoß ist ein bezahlter Link, der Rankingwert weitergibt.
Gute Praxis für bezahlte Links und Affiliate-Links:
- Verwenden Sie immer
rel="sponsored"bei Links, für die Sie eine Vergütung erhalten. - Stellen Sie sicher, dass der Link Lesern echten Nutzen bietet.
- Begrenzen Sie die Zahl der Affiliate-Links pro Seite.
- Legen Sie geschäftliche Beziehungen nach den Verbraucherschutz- und Kennzeichnungsregeln Ihres Landes offen.
- Überlegen Sie, ob ein bezahlter Link Ihre SEO-Strategie überhaupt unterstützt.
Wie man wertvolle Links auf natürliche Weise gewinnt
Welche Inhalte auf natürliche Weise Links erhalten
Der sicherste Weg zu wertvollen Links sind Inhalte, auf die andere verweisen wollen, weil sie etwas enthalten, das es anderswo nicht gibt. Solche Inhalte verringern den Bedarf, Links aktiv einzuwerben.
Inhaltstypen, die meist Links anziehen:
- eigene Studien und Datenanalysen,
- Leitfäden, die ein konkretes Problem von Anfang bis Ende lösen,
- Interviews mit Praktikern,
- Grafiken und Schaubilder, die andere zitieren können,
- Tools und Rechner,
- gut begründete Meinungen in Debatten der Branche.
Wie man Outreach betreibt und Beziehungen aufbaut
Beziehungen zu anderen Autoren in Ihrer Nische schaffen Gelegenheiten für natürliche Links, sofern Sie mit dem beginnen, was Sie ihnen bieten können:
- Schreiben Sie Inhalte, die sich auf die Arbeit anderer beziehen.
- Beteiligen Sie sich unter eigenem Namen an Diskussionen der Branche.
- Bieten Sie ausgewählten Publishern Daten oder Beobachtungen an, die ihnen fehlen.
- Arbeiten Sie an gemeinsamen Inhaltsprojekten mit.
Wie man prüft, wohin die Konkurrenz verlinkt
Eine Analyse der ausgehenden Links gut rankender Seiten zeigt, welche Quellen in Ihrer Nische als verlässlich gelten. Tools wie Ahrefs, Semrush und Moz zeigen die ausgehenden Links einer gewählten Domain oder Seite.
Eine solche Analyse hilft Ihnen:
- maßgebliche Quellen in der Nische zu finden,
- mögliche Partner zu erkennen,
- zu sehen, wie Ihre Branche verlinkt,
- Lücken in der eigenen Verlinkung aufzudecken.
Welche Links Google als Link-Spam einstuft
Schadet Linktausch dem SEO
Gegenseitiges Verlinken kann berechtigt sein. Die Spam-Richtlinien von Google nennen aber “übermäßigen Linktausch” sowie Partnerseiten, die nur angelegt werden, um sich gegenseitig zu verlinken, als Verstoß. Mehr zu den Grenzen beim Linktausch lesen Sie in einem eigenen Beitrag.
Beschränken Sie gegenseitiges Verlinken auf:
- ehrliche Empfehlungen von Ressourcen,
- natürliche Geschäftsbeziehungen,
- gelegentlichen Tausch statt systematischer Programme,
- Links, die für Leser unabhängig vom Rücklink einen Wert haben.
Linkfarmen und minderwertige Netzwerke
Die Liste der Beispiele für Link-Spam in den Richtlinien von Google umfasst unter anderem:
- Kauf und Verkauf von Links, die Rankingwert weitergeben, auch im Tausch gegen Waren oder Dienstleistungen,
- übermäßigen Linktausch,
- automatisierte Programme und Dienste zum Erstellen von Links,
- die Pflicht zu einem Link in Nutzungsbedingungen oder Verträgen, ohne dass der Linkinhaber ihn kennzeichnen darf,
- Links in minderwertigen Verzeichnissen und Bookmark-Diensten,
- versteckte oder mit Keywords überladene Links in Widgets, die auf vielen Websites verbreitet werden,
- weit verbreitete Links in Footern und Templates,
- Forenkommentare mit optimierten Links im Beitrag oder in der Signatur.
Die Beteiligung an Linkfarmen und privaten Blognetzwerken fällt unter diese Beispiele. Google schreibt, dass Websites, die gegen die Richtlinien verstoßen, niedriger ranken oder gar nicht in den Ergebnissen erscheinen können.
Warnsignale bei Linkangeboten:
- Seiten ohne eigene Inhalte,
- Links im Footer oder in der Seitenleiste,
- Websites mit vielen unzusammenhängenden Themen,
- die Forderung nach einem bestimmten Exact-Match-Ankertext,
- Ranking-Garantien.
Überoptimierter Ankertext und Penguin
Exact-Match-Ankertexte, die auf kommerziellen Phrasen wiederholt werden, sind ein Muster, das Google als Link-Spam beschreibt. Im September 2016 gab Google bekannt, dass der Penguin-Algorithmus Teil des Kernalgorithmus geworden ist, in Echtzeit arbeitet und granularer vorgeht:
“Penguin entwertet Spam jetzt, indem das Ranking anhand von Spam-Signalen angepasst wird, statt das Ranking der gesamten Website zu beeinflussen.”
Google Search Central Blog, Penguin is now part of our core algorithm, eigene Übersetzung
Spam-Links werden also in erster Linie ignoriert und nicht mit einer Abwertung der gesamten Domain bestraft. Manuelle Maßnahmen wegen unnatürlicher Links gibt es weiterhin, das ist aber ein eigener Mechanismus. Mehr dazu im Beitrag über Google-Abstrafungen und Link-Spam.
Vielfältige Ankertexte erreichen Sie, wenn Sie:
- bei Links zu Marken deren Namen verwenden,
- bei Links zu konkreten Seiten deren Inhalt beschreiben,
- nicht in jedem Link dieselbe kommerzielle Phrase wiederholen,
- den Ankertext als Teil des Satzes schreiben.
Wie man ausgehende Links auf der Website überwacht
Wie man Klicks auf ausgehende Links misst
Google veröffentlicht nicht, wie viel Wert ein bestimmter ausgehender Link weitergibt. Messen können Sie aber, ob Leser ihn nutzen. Google Analytics 4 erfasst im Rahmen der optimierten Analysen Klicks auf Links, die von Ihrer Domain wegführen, als Ereignis click. Heatmaps zeigen, welche Links im Text überhaupt wahrgenommen werden, und A/B-Tests erlauben den Vergleich verschiedener Platzierungen eines Links.
Tote externe Links finden und ersetzen
Das Web ist volatil: Domains wechseln den Besitzer, URLs werden umstrukturiert oder ganze Plattformen gehen offline. Veraltete Links, die in 404-Fehlerseiten enden oder auf geparkte Werbeseiten umleiten, beeinträchtigen die Nutzererfahrung und schicken Leser ins Leere.
Defekte externe Links in WordPress überwachen
- Etablieren Sie vierteljährliche automatisierte Audits via CLI-Tools oder externe Link-Crawler, um fehlerhafte URLs zu identifizieren.
- Ersetzen Sie archivierte Ressourcen durch aktuelle Alternativen oder verweisen Sie auf persistente Archive wie das Internet Archive Wayback Machine.
- Prüfen Sie Redirect-Ketten: Wenn eine verlinkte URL über mehrere 301-Sprünge weiterleitet, aktualisieren Sie den Link direkt auf die finale Zieladresse, denn jede Weiterleitung verzögert den Leser.
- Prüfen Sie, ob verlinkte Websites weiterhin vertrauenswürdig sind und weder den Besitzer noch das Thema gewechselt haben.
Wie man ausgehende Links der Konkurrenz verfolgt
Dieselben Tools, die ausgehende Links der Konkurrenz anzeigen, erlauben es, Veränderungen über die Zeit zu verfolgen. Neue Quellen, auf die führende Seiten in Ihrer Nische zu verlinken beginnen, sind oft ein Zeichen für ein neues Thema oder einen neuen Standard in der Branche.
Wie man ausgehende Links mit strukturierten JSON-LD-Daten zitiert
Schema.org definiert für kreative Werke die Eigenschaft citation, mit der Sie die Quellen eines Beitrags im JSON-LD auflisten können. Google dokumentiert nicht, dass diese Eigenschaft in das Ranking einfließt. Betrachten Sie sie daher als maschinenlesbares Verzeichnis Ihrer Quellen:
<script type="application/ld+json">
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "TechArticle",
"headline": "Faktoren für den Wert ausgehender Links im SEO",
"citation": [
{
"@type": "WebPage",
"name": "PageRank Algorithm Fundamentals",
"url": "https://www.wikidata.org/wiki/Q184316"
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],
"mentions": [
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"name": "Search Engine Optimization",
"url": "https://www.wikidata.org/wiki/Q180711"
}
]
}
</script>Wie man eine 90-Tage-Strategie für ausgehende Links umsetzt
Mit diesem Zeitplan optimieren, sichern und überwachen Sie das Linkprofil Ihrer Website:
- Tage 1-30 (Audit und Bereinigung): Prüfen Sie Ihre bestehenden Inhalte mit eigenen Skripten zur Linkprüfung, um defekte Links mit 404 zu finden und zu ersetzen. Kontrollieren Sie websiteweite Links im Footer und in Sidebar-Widgets. Google führt breit gestreute Links in Footern und Templates als Link-Spam auf. Vergeben Sie außerdem
sponsoredundugcfür Werbung und für Beiträge von Nutzern in Foren. - Tage 31-60 (Sicherheit und Quellenangaben im Schema): Richten Sie Datenbankabfragen und PHP-Filter zur Inhaltsbereinigung ein, die versteckt eingeschleuste Links aufspüren. Legen Sie JSON-LD-Vorlagen mit expliziten
citation-Einträgen an, damit Ihre Quellen maschinenlesbar dokumentiert sind. - Tage 61-90 (Ankertexte und Monitoring): Überarbeiten Sie die Ankertexte Ihrer Seiten und ersetzen Sie generische Handlungsaufforderungen durch Anker, die die Zielseite beschreiben. Messen Sie Klicks auf ausgehende Links in GA4 und behalten Sie den Indexierungsstatus in der Search Console im Blick.
Häufige Fragen zu ausgehenden Links
F: Geben Bildlinks weniger Wert weiter als Textlinks? A: Google nennt keinen solchen Unterschied. Bei einem Bildlink verwendet Google das alt-Attribut als Ankertext, ein Bild ohne alt ist also ein Link ohne Beschreibung.
F: Kann ich Rankings verlieren, wenn ich auf minderwertige Seiten verlinke? A: Google beschreibt keine Abstrafung für einen einzelnen Link auf eine schwache Seite. Ein Risiko sind Muster, die die Spam-Richtlinien als Link-Spam bezeichnen, zum Beispiel verkaufte Links ohne Kennzeichnung.
F: Woran erkenne ich, ob eine Website vertrauenswürdig genug für einen Link ist? A: Prüfen Sie, ob die Seite eine Primärquelle ist, wer sie betreibt, ob der Inhalt aktuell ist und ob Sie ihr selbst vertrauen würden. Kennzahlen von SEO-Tools können helfen, sind aber keine Werte von Google.
F: Haben Links im Footer denselben Wert wie Links im Text? A: Google nennt keinen Vergleich. Weit verbreitete Links in Footern und Templates führt Google aber als Beispiel für Link-Spam an, und das Reasonable-Surfer-Patent beschreibt die Position eines Links als eines seiner Merkmale.
F: Sollte ich alte Inhalte mit neuen ausgehenden Links aktualisieren? A: Ja, wenn die bisherige Quelle nicht mehr funktioniert, ihren Inhalt geändert hat oder es eine bessere Primärquelle gibt. Ändern Sie einen Link dann, wenn sich für Leser etwas ändert.
F: Kann ich steuern, welche Links mehr Wert weitergeben? A: Nur indirekt: über die Zahl der Links auf einer Seite, ihre Position im Inhalt und die rel-Attribute. Einen Teil der Links mit nofollow zu markieren, damit die übrigen mehr bekommen, funktioniert ungefähr seit 2008 nicht mehr, wie Matt Cutts 2009 erklärte.
Fazit und Handlungsempfehlungen
Ausgehende Links sind ein zentrales Qualitätsmerkmal hochwertiger Webprojekte. Wenn Redaktionen präzise zitieren, Ankertexte bewusst wählen und werbliche Inhalte konsequent mit rel="sponsored" versehen, machen sie ihre Inhalte für Leser überprüfbar und vermeiden die Muster, die Google als Link-Spam beschreibt.
Eine saubere Link-Architektur greift jedoch nur dann optimal, wenn auch die technische Basis der Website einwandfrei konfiguriert ist. Wenn Sie Ihre Plattform auf maximale Performance und robuste interne wie externe Link-Strukturen ausrichten möchten, steht Ihnen unser WordPress-Entwickler Team zur Seite. Vertiefende Optimierungstipps für serverseitige Caching-Layer und Core Web Vitals finden Sie zudem in unserem Leitfaden, wie man eine WordPress-basierte Website beschleunigen kann.
Auf der Delivery-Seite halten wir dieses Thema unter GEO und LLMO.







